Bauchspiegelung Drucken

 

Mögliche Komplikationen

Den Erfolg seiner Behandlung und ihre Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Gefahren ärztlicher Eingriffe, wie Infektionen, Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln), Embolien (Blutgefäßverschlüsse, z. B. durch verschleppte Gerinnsel) und Nachblutungen, sind dank der Fortschritte der Medizin aber viel seltener geworden.

 

Wir können auch mehr als früher dagegen tun.

Verletzungen von Nachbarorganen (z. B .Darm, Harnwege), Nerven, Blutgefäßen und, bei ergänzenden Eingriffen, auch Schädigungen durch elektrischen Strom und Hitzeeinwirkung, sind extrem selten. Solche Verletzungen können eine operative Versorgung mit Eröffnung der Bauchhöhle notwendig machen. Beschwerden treten nach der Bauchspiegelung nur selten auf. Gelegentlich kommt es zu Schmerzen im Bauch, im Schulter- oder Halsbereich, die nach kurzer Zeit abklingen.

 

Undurchführbarkeit der Bauchspiegelung

In manchen Fällen stößt die Durchführung des Eingriffs auf technische Schwierigkeiten. Ferner kann bei ausgedehnten Verwachsungen die notwendige Klärung des Befundes (des Krankheitsbildes) unmöglich sein. Am Schluss dieses Merkblatts wird deshalb danach gefragt, ob Sie gegebenenfalls mit einer Abklärung des Befundes durch eine Baucheröffnung einverstanden sind.

 

Weiterführende Eingriffe

Es kann sein, dass die Untersuchung einen Befund ergibt, der eine weiterführende Operation notwendig macht (z. B. eine Eileiterschwangerschaft). Damit man Sie nicht zunächst aus der Narkose erwachen lassen und nach einer informierenden Besprechung erneut narkotisieren muss, sollten Sie schon vor dem Eingriff Ihr Einverständnis für solche dringend notwendigen oder speziell mit dem Operateur besprochenen weiterführenden Eingriffe geben

 

Das Aufklärungsgespräch

Wir können Ihnen hier nur einen allgemeinen Überblick geben. Auf die näheren Umstände des Leidens und auf die Bedeutung, die Vor- und Begleitkrankheiten sowie das Lebensalter für die Behandlung haben, gehen wir im Aufklärungsgespräch ein. Die praktisch bedeutsamen Komplikationen haben wir bereits oben aufgeführt. Es gibt daneben eine Reihe seltener und seltenster sowie geringfügiger Risiken. Auch Voruntersuchungen, eine Vorbehandlung (z. B. Herz / Kreislauf), Nebeneingriffe (z. B. Einspritzungen oder Bluttransfusionen) und die Nachbehandlung können mit Risiken verbunden sein. So kann die nur selten notwendige Bluttransfusion z. B. zur Infektion mit Hepatitis-Viren (Leberentzündung) und extrem selten mit HIV (AIDS) führen. Insbesondere können eventuell notwendige Maßnahmen zur Beeinflussung der Blutgerinnung zu vermehrten Nachblutungen führen.

 

Bitte fragen Sie uns nach allem, was Ihnen wichtig erscheint, z.B. ob Nebeneingriffe ernsthaft in Betracht kommen.

Wir werden Sie nach dem Aufklärungsgespräch fragen, ob Ihnen die Aufklärung
genügt. Wenn Sie dann keine Fragen mehr stellen, dürfen wir annehmen, dass Sie die Aufklärung verstanden und alles erfahren haben, was Sie wissen wollen.

 

Bitte helfen Sie uns bei unseren Untersuchungen und bei der Behandlung durch die sorgfältige Beantwortung der Fragen, die wir Ihnen stellen,durch Hinweise auf die besondere Bedeutung etwaiger Komplikationen, die sich z. B. aus Ihrer Berufstätigkeit ergeben kann,durch die gewissenhafte Beachtung unserer Hinweise für das Verhalten vor, bei und nach der Behandlung.

 

Warum raten wir zur Bauchspiegelung?

Eine Behandlung bietet um so bessere Erfolgsaussichten, je genauer der Arzt Art und Umfang der Erkrankung kennt. Die Bauchspiegelung dient der Abklärung von Beschwerden, krankhaften Befunden oder von Störungen der Empfängnis.

 

Durchführung des Eingriffes

Es kommen zwei Verfahren, die in Allgemeinnarkose oder örtlicher Betäubung ausgeführt werden, in Betracht:

Mit Hilfe einer Spezialnadel werden einer zunächst einige Liter Kohlensäuregas in den Bauchraum eingeleitet, um die Übersicht zu verbessern. Danach wird durch einen etwa 1 cm langen Schnitt im Bauchnabelbereich ein Führungsrohr für das Spezialinstrument in den Bauchraum eingeführt.

Oder:

Die Bauchhöhle wird mit einem kleinen Schnitt im Bauchnabelbereich unter Sicht eröffnet, das Führungsrohr für das Spezialinstrument in den Bauchraum vorgeschoben und erst dann das Kohlensäuregas in den Bauchraum eingeleitet.

 

Durch das Führungsrohr wird das Spezialinstrument eingeführt, das die Besichtigung der Bauchhöhle unter Beleuchtung ermöglicht. Um einen besseren Überblick im kleinen Becken zu erhalten, ist unter Umständen die Einführung eines weiteren Instrumentes in die Gebärmutter notwendig (siehe Abbildung). Bei der Abklärung ungewollter Kinderlosigkeit ist dies unumgänglich; das Instrument kann dann zur Durchspülung der Eileiter mit einer Farblösung benutzt werden.


Auch die Entnahme kleinerer Gewebsproben zur mikroskopischen Untersuchung und andere kleinere operative Eingriffe, wie Lösung von Verwachsungen, sind möglich. Mitunter ist im Unterbauch ein weiterer kleiner Einschnitt für ein Hilfsinstrument erforderlich.

 

 
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Drs. J.-C.F. Walbeck
Frauenarzt + Cytologe

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