Gebärmutterentfernung Drucken

 

Was ändert sich jetzt?

Natürlich ist eine Schwangerschaft nicht mehr möglich. Auch bleibt in Zukunft die Regel aus, denn sie ist ja das Produkt der Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut nach ca. 28 Tagen, die durch Estrogene - immer wieder neu aufgebaut wurde.

Die verbliebenen Eierstöcke sondern ihre Hormone - auch ohne Gebärmutter - weiterhin ab, so dass sich hier häufig keine Veränderung ergibt. Vorzeitige Wechseljahre und vorzeitige Alterungsprozesse sind nicht zu befürchten. Manchmal kommt es durch die Herausnahme der Gebärmutter zu einer geringen Minderdurchblutung der Eierstöcke. Das kann zu einem Hormondefizit der Eierstockshormone (Estrogene und Gestagene) führen. In diesen Fällen ist eine Hormonbehandlung angezeigt, einfach um dieses Defizit auszugleichen, was ohne Schwierigkeiten gelingt.

 

Was geschieht mit der Eizelle, die ja vom reifen Follikel weiterhin abgesondert wird?

Die landet im verbliebenen Eileiter oder einfach in der Bauchhöhle und wird schon nach wenigen Tagen vom Körper spurlos aufgesaugt. Und was liegt im Körper an der Stelle der Gebärmutter? 

 

Ist da ein Loch?

Nein, es rutscht alles ein wenig nach. Vergleichbar einem Schüttgefäß. Wenn wir unten etwas entnehmen gibt alles ein wenig nach und schon nach einer Minute ist von dem Abhandengekommenen nichts mehr feststellbar.

 

Und was ist mit dem Geschlechtsverkehr?

Alles beim alten, nichts Neues! So kann man es kurz gefasst zum Ausdruck bringen. Der Geschlechtsverkehr spielt sich in der Scheide ab. Die Abbildung zeigt, dass an der Scheide im engeren Sinne überhaupt nicht operiert wird. Dort oben, wo die Gebärmutter aus der Scheide herausgeschnitten wurde, bildet sich eine Narbe, die die Scheide nach oben genau so abschließt, wie das vorher die Gebärmutter tat. Man kann es auch etwas anders erklären: Wenn die operierte Frau und deren Partner nichts von der Operation wüssten, so würden sie diese Veränderung beim Verkehr nicht bemerken.

 

Orgasmus-Fähigkeit blüht auf

Wirkt sich die Hyterektomie negativ auf die Orgasmusfähigkeit aus? Theoretisch denkbar ist das zumindest. So könnte die postoperative Verkürzung der Vagina zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen, ebenso wie eine mangelhaft befeuchtete Scheide. Letzteres Symptom ist nicht nur bei mitentfernten Eierstöcken auf Grund des Östrogendefizits zu erwarten, sondern auch bei belassenen, aber in ihrer Funktion gestörten Ovarien. Und wie steht es mit dem inneren Orgasmus? Wird der nicht durch Kappung des uterovaginalen Nervengeflechts beeinträchtigt?

 

Weniger Dyspareunien

Offenbar spielen diese Faktoren aber praktisch keine Rolle. Eine amerikanische Arbeitsgruppe befragte Frauen vor und nach einer Hysterektomie zu ihrem Sexualleben. bei allen 1101 Patientinnen hat man die Operation wegen einer beginnenden Erkrankung durchgeführt, und über 70% waren im Alter zwischen 35 und 49 Jahren.

Vor der Hysterektomie hatten 70% der Frauen sexuelle Kontakte, zwei Jahre nach dem Eingriff 77%. Vor der Operation klagten 19% der Patientinnen darüber, häufig unter Dyspareunien zu leiden, nach 24 Monaten war dies nur noch für 4% ein Problem. Eine ausreichend befeuchtete Scheide gaben vor dem Eingriff 37%, 24 Monate danach 47% der Frauen an. Auch Libido und Orgasmusfähigkeit entwickelten sich positiv. Der Anteil der Patientinnen mit eingeschränkter Libido ging in den zwei Jahren von 10% auf 6% zurück. D

Die Zahl der Frauen, die einen Höhepunkt erlebten, stieg von 63% auf 72% ein Jahr danach. Zwei Drittel der Frauen, die zuvor keinen Orgasmus hatten, konnten zwölf Monate nach dem Eingriff diese sexuelle Befriedigung wieder erleben. Möglicherweise können die operierten Frauen, befreit von üblen Dysmenorrhöen und der Angst vor Schwangerschaft Ihre Sexualität wieder lustvoller erleben. Vielleicht tragen aber auch der verbesserte Gesundheitsstatus und die bessere Lebensqualität nach der Operation zum erfüllteren Sexualleben bei.

Gebärmutterentfernung

 

 
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